BASt-Studie untersucht Wahrnehmung bei Radfahrern

Bergisch Gladbach, 6. Januar 2017 – Um den Ursachen von Unfällen im Fahrradverkehr auf den Grund zu gehen, wurden im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) 1.232 Verkehrsunfälle aus der Unfalldatenbank GIDAS ausgewertet und die Wahrnehmung von Verkehrssituationen im Videoversuch nachvollzogen. Im Fokus lag dabei die visuelle und akustische Wahrnehmung der Verkehrsumwelt durch Radfahrerinnen und Radfahrer.

Aus der Studie ließen sich drei wesentliche Verhaltensweisen ableiten: Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, konzentriert sich auf den für sich selbst sichersten Weg durch den Verkehr. Radfahrer beobachten, anders als Fahrerinnen und Fahrer von Kraftfahrzeugen, die Bereiche links und rechts des Fahrrads. Außerdem suchen Radfahrer den Blickkontakt zu Autofahrern an Einmündungen und Kreuzungen.

Zur Überwachung des rückwärtigen Verkehrsraums vertrauten Radfahrer hauptsächlich ihrem Gehör. Erst bei hohem Umgebungslärm werden Kontrollblicke über die Schulter ausgeführt – dies jedoch nicht unter Zeitdruck. In der Unfallanalyse zeigte sich, dass bei jedem vierten Unfall ein visueller Wahrnehmungsfehler des allein- oder hauptschuldigen Radfahrers vorlag. Fehler in der Wahrnehmung traten besonders häufig beim Einbiegen und Kreuzen sowie an Einmündungen und Grundstückszufahrten auf. Rad fahrende Kinder unter 15 Jahren wiesen verstärkt Wahrnehmungsfehler auf.

Quelle: BASt

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