DIQ-Symposium: Empfehlungen für sichere Straßen

Weimar, 28. September 2016 – Das 6. Symposium des Deutschen Instituts für Qualitätssicherung (DIQ) in Weimar stand unter dem Titel „Verkehrswege 2030“. Gemeinsam warfen Vortragende und Publikum einen Blick auf die Vergangenheit der Verkehrswege, trugen Bestandsaufnahmen der Straßen in Deutschland und des Unfallgeschehens zusammen und zeichneten Skizzen für sichere Verkehrswege der Zukunft.

Ute Hammer, Geschäftsführerin des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), erläuterte die Vision Zero, bei der es keine Verkehrstoten oder Schwerverletzten gibt, unter dem Aspekt der Straßeninfrastruktur. Zentral seien die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel, die Anwendung des aktuellen Wissensstandes und der politische Wille zur Umsetzung der Erkenntnisse. Es stünden sowohl kostengünstige und schnell umsetzbare Instrumente als auch umfangreiche Maßnahmen mit dauerhafter Wirkung zur Verfügung, so Hammer in ihrem Vortrag. Hohes Verbesserungspotenzial gebe es bei Landstraßen und Straßen innerorts, da diese oft nicht den heutigen Standards entsprächen. Der DVR konzentriert sich mit seinen TOP-Maßnahmen unter anderem auf die Themen Landstraße, Baumunfälle, Motorradunfälle und Sicherheit an Kreuzungen.

Dr. Christoph Hecht vom ADAC empfahl eine intensive Verkehrserziehung, angepasste und überwachte Geschwindigkeit, Übersichtlichkeit der Verkehrswege und sichere Führung der Verkehrsteilnehmenden sowie den Einsatz neuester Fahrassistenzsysteme (FAS). Ingo Mlejnek vom Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr wies darauf hin, dass das Straßennetz im Jahr 2030 ein optimiertes und kein optimales Netz sein werde. Für automatisiertes Fahren müsse sich das Fahrzeug nach der Straße richten und nicht umgekehrt.

Quelle: DIQ

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