Dobrindt gründet Ethikkommission für automatisiertes Fahren

Berlin, 9. September 2016 – Auf dem Weg zum automatisierten Fahren gibt es noch viele offene Fragen hinsichtlich Ethik und Moral. Eine neue Ethikkommission, ins Leben gerufen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, wird sich in Kürze mit diesen Fragen befassen. Der Minister kündigte außerdem ein Gesetz für das automatisierte Fahren an, um Verhaltensregeln und Zuständigkeiten im Schadensfall festzuschreiben.

Das neue Gremium wird vom ehemaligen Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio geleitet und soll einen rechtlichen Rahmen entwickeln, in dem sich die Verhaltensweisen computergesteuerter Autos in Gefahrensituationen bewegen müssen und „an dem sich Programmierer orientieren können“, sagte Dobrindt der WirtschaftsWoche.

Mit dem neuen Gesetz soll eine zentrale Haftungsfrage gelöst werden; wenn sich beim automatisierten Fahren ein Unfall ereignet, soll die Haftung beim Hersteller liegen. Das geplante Gesetz fordert vom Fahrer zudem „eine Grundaufmerksamkeit“. „Der Fahrer muss für das System jederzeit ansprechbar und in der Lage sein, innerhalb einer kurzen Zeit die Gewalt über das Fahrzeug zu übernehmen“, so Dobrindt.

Quelle: WirtschaftsWoche

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