Straßenbahnen: UDV empfiehlt Gleisführung im Seitenbereich der Fahrbahn

Berlin, 30. September 2016 – Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat rund 4.100 Straßenbahnunfälle in 58 deutschen Städten aus dem Zeitraum 2009 bis 2011 untersucht. Etwa drei Viertel der Getöteten bei diesen Unfällen waren Zufußgehende, rund 16 Prozent waren Radfahrende. Die meisten Unfälle (45 Prozent) wurden von Pkw verursacht, überwiegend an Kreuzungen oder Einmündungen.

Zufußgehende stellen mit 37 Prozent den weitaus größten Anteil der Schwerverletzten dar, gefolgt von Personen in Pkw (28 Prozent) sowie Radfahrenden (15 Prozent). Bei den wenigsten Unfällen (16 Prozent) war die Straßenbahn hauptverursachend. Menschen zu Fuß verursachten etwa jeden fünften Straßenbahnunfall mit Personenschaden (22 Prozent). Auch die allermeisten Straßenbahnunfälle, bei denen Menschen verletzt werden, ereigneten sich an Kreuzungen oder in deren direktem Umfeld (86 Prozent).

Beim Neu-, Um- und Ausbau von Straßenbahnstrecken sollte, so die Empfehlung, eine Führung in Seitenlage bevorzugt werden. Bei ausreichend Fläche sollte ein unabhängiger Bahnkörper in Betracht gezogen werden. An Kreuzungen müsse es für die anderen Verkehrsteilnehmenden klare und sichere Abbiege- und Überquerungsmöglichkeiten geben. Auch gesonderte Ampelphasen für Straßenbahnen könnten Konflikte vermeiden.

Quelle: UDV

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