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„Sicher fahren – für unsere Liebsten“

„Runter vom Gas“ stellt neue Plakate für die Autobahnen vor

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der DVR haben am 25. Juni 2015 im Poststadion in Berlin die neuen Autobahn- und Rastplatzplakate ihrer gemeinsamen Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ vorgestellt.

Die Plakate werben bundesweit entlang der Bundesfernstraßen mit wechselnden Motiven für sicheres Fahren. Die Plakatierung wird von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) unterstützt. Sie trägt dazu bei, das im Nationalen Verkehrssicherheitsprogramm vereinbarte Ziel von 40 Prozent weniger Getöteten bis 2020 zu erreichen. Das Motto der neuen emotionalen Plakatmotive lautet „Sicher fahren – für unsere Liebsten“. Die Bambini-Mannschaft des Fußballvereins SC Union 06 Berlin verlieh diesem Aufruf symbolischen Nachdruck.

Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesverkehrsminister erläuterte: „Die Botschaft der neuen Plakate ist: Ich trage beim Autofahren Verantwortung für mich und meine Mitmenschen. Wenn etwas passiert, betrifft das nicht mich allein, sondern viele geliebte Menschen. Umso wichtiger ist aufmerksames, rücksichtsvolles und sicheres Fahren.“

Überhöhte Geschwindigkeit, zu wenig Sicherheitsabstand oder riskante Überholmanöver – 389.000 Menschen wurden im vergangenen Jahr im Straßenverkehr verletzt. 3.378 Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer kamen ums Leben. DVR-Geschäftsführerin Ute Hammer appellierte auch an die Medien: „Das Thema Verkehrssicherheit betrifft die ganze Gesellschaft. In den vergangenen Jahren haben wir gemeinsam schon viel erreicht, um den Straßenverkehr sicherer zu machen. Wir werden auch in Zukunft über Gefahren im Straßenverkehr aufklären und daran erinnern, dass jeder Einzelne einen wichtigen Beitrag leisten kann, um den Straßenverkehr sicherer zu machen.“

Unangepasste Geschwindigkeit ist eine der häufigsten Ursachen von Verkehrsunfällen – rund ein Drittel aller Todesfälle im Straßenverkehr gehen darauf zurück. Ein ungenügender Abstand zum Vorausfahrenden gehört ebenfalls seit Jahren zu den Hauptunfallursachen. Die aktuellen Plakatbotschaften lauten daher „Abstand halten“ und „Nicht drängeln“.

Besorgniserregend ist zudem folgende Zahl: Etwa jeder fünfte Verkehrstote war laut einer DVR-Umfrage unter den Bundesländern nicht angeschnallt. Auch wenn die überwiegende Mehrheit am Steuer oder als Beifahrer den Gurt nutzt, scheint einigen immer noch nicht bewusst zu sein, dass ein Sicherheitsgurt im Ernstfall Leben retten kann. Noch immer erleiden viele Kinder schwere oder tödliche Verletzungen, weil sie nicht oder falsch im Pkw gesichert sind. Und bei den Erwachsenen fehlt es besonders auf den Rückbänken an Gurtdisziplin. Daher beschäftigt sich ein Plakatmotiv auch mit diesem Thema.

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Darth Vader und Stormtrooper werben innerorts für den Fahrradhelm

Unterstützung aus Hollywood für „Runter vom Gas“: einer der wohl berühmtesten Helmträger des Universums – Darth Vader aus der Star Wars-Saga – wirbt für das freiwillige Helmtragen beim Radfahren. Am 19. Mai hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt pünktlich zum 4. Nationalen Radverkehrskongress das neue Plakat vorgestellt, das in den Innenstädten von Berlin, Köln, München, Hamburg, Frankfurt und Bonn und weiteren Städten zu sehen war. Dobrindt: „Radfahren wird immer beliebter. Und der Helm gehört zum sicheren Radfahren dazu. 2014 haben mehr Fahrradfahrer einen Helm getragen als je zuvor. Diesen Aufwärtstrend wollen wir weiter verstärken. Dabei setzen wir auf Aufklärung – und Darth Vader soll als Helmträger dabei helfen.“

Die Helmtragequote steigt kontinuierlich an: bei kleinen Kindern gehört der Helm beim Fahrradfahren mittlerweile zur Standardausstattung. Im Alter zwischen sechs und zehn Jahren sind sie zu über zwei Dritteln mit Helm unterwegs (69 Prozent). DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf mahnte: „Vielen Fahrradfahrern scheint noch nicht bewusst, wie folgenreich ein Radunfall ohne lebensrettenden Helm sein kann. Besonders in der Altersgruppe der 17- bis 30-Jährigen gibt es noch Steigerungspotenzial. Darth Vader soll daher Radfahrerinnen und Radfahrer jeden Alters dazu motivieren, sich mit einem Fahrradhelm vor schweren Kopfverletzungen zu schützen und Kindern ein gutes Vorbild zu sein.“

Für die Plakate mit Darth Vader als Werbebotschafter konnte „Runter vom Gas“ Disney Deutschland, Disney International und LucasFilm International als Kooperationspartner gewinnen. ein Wettbewerb begleitete die aufsehenerregende Plakataktion: Wer sich mit dem neuen Darth-Vader-Plakat fotografieren ließ und das Bild mit dem Hashtag #dankhelm an Twitter sendete, hatte die Chance, Fahrradhelme für Kinder und Jugendliche in Kitas, Kindergärten oder Schulklassen zu er„twittern“.

Aufgrund der unglaublich hohen und guten Resonanz wurde die Kooperation mit einem zweiten Star Wars-Motiv fortgesetzt. Im Juli motiviert ein „Stormtrooper“ zum Tragen eines Fahrradhelms. Im Beisein von Dorothee Bär, Parlamentarische Staats­sekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, und DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner wurde das neue Plakat bei Madame Tussauds in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit Unterstützung von Madame Tussauds findet im Juli auch ein Gewinnspiel für Schulen statt. Dazu ist der Satz „Ich trage Fahrradhelm, weil ...“ zu vervollständigen. Mit etwas Glück gibt es eine Klassenfahrt nach Berlin zu Madame Tussauds oder auch einen Besuch der „Stormtrooper“-Wachsfigur in einer Schule zu gewinnen.

Mehr Informationen unter: www.runtervomgas.de

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