Mitglieder

 

ADAC: Mobilität muss auch im ländlichen Raum erhalten bleiben
 

In vielen ländlichen Regionen wird der Bevölkerungsrückgang zunehmend zu einem Problem. Die Menschen werden immer älter und gleichzeitig nimmt das Angebot ortsnaher Versorgungseinrichtungen ab. Der Zugang zur Mobilität und deren Erhalt in ländlichen Strukturen ist daher ein entscheidender Faktor für die Lebensqualität.

Ländliche Räume sind charakterisiert durch eine Dichte von unter 150 Einwohnerinnen und Einwohnern je Quadratkilometer. Sie nehmen zwei Drittel der Fläche Deutschlands ein, in der knapp ein Fünftel der deutschen Bevölkerung lebt. Durch die dünne Besiedelung ist eine attraktive Erschließung mit öffentlichen Verkehrsmitteln im klassischen Linienbetrieb nicht wirtschaftlich. Doch mobil zu sein ist gerade im ländlichen Raum eine zentrale Voraussetzung, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Dazu zählen auch Dienstleistungen der täglichen Versorgung oder des Gesundheitswesens.

In den ländlichen Regionen außerhalb der großen Ballungsräume ist der demografische Wandel bereits in vollem Gange. Diese Tendenz wird sich in den kommenden Jahren noch verstärken, da sind sich alle Experten mit ihren Prognosen einig. Es wird zu einer weiteren Entleerung und Überalterung in den sich bereits jetzt schon verändernden Regionen kommen. Um das Thema grundlegend anzugehen, hat der ADAC bereits 2014 beim Berliner IGES Institut eine Studie in Auftrag gegeben und unter dem Titel „Mobilitätsoptionen Älterer im ländlichen Raum“ veröffentlicht. Am Beispiel der Fokusgruppe „Ältere Menschen“ wurde die Mobilität im ländlichen Raum analysiert und beurteilt. Die in diesem Jahr – ebenfalls durch das IGES Institut im Auftrag des ADAC – erstellte Folgestudie „Mobilität sichert Entwicklung. Herausforderungen für den ländlichen Raum“ untersucht die Handlungsoptionen zur Mobilitätssicherung im ländlichen Raum auf allgemeiner Basis.

Aus den beiden Untersuchungen ergeben sich laut ADAC mehrere Handlungsfelder: ohne Alternativen zum eigenen Auto würden speziell viele Ältere in den nächsten Jahren zunehmend vom gesellschaftlichen Leben abgeschnitten. Besonders sogenannten Mitnahmeverkehren durch Familienmitglieder, Nachbarn und Freunde werde eine große Bedeutung zukommen. Zudem würden entgeltliche Mitnahmeverkehre deutlich zunehmen und den ÖPNV stellenweise ersetzen. Pedelecs weist der ADAC einen Bedeutungsgewinn zu, wenngleich große Entfernungen deren Nutzung einschränken würden. Dennoch sei die Infrastruktur besser darauf auszurichten und zum Beispiel geeignete Abstellmöglichkeiten an ÖPNV-Haltestellen zu schaffen. Aus Sicht des ADAC steht die Politik in der Pflicht, die Daseinsvorsorge auch in ländlichen Regionen zu gewährleisten. Schlüssel dafür sei die Mobilitätssicherung. Gerade weil hierfür keine pauschale Patentlösung bestehe, sei mehr Flexibilität und Pragmatismus gefragt. So sei für den Erfolg innovativer Mobilitätsangebote auf Gemeinde- oder Kreisebene oftmals ein verantwortlicher „Kümmerer“ notwendig, der auf die jeweilige Situation in der Region eingehen und finanzielle Mittel gezielt einsetzen könne.

Der ländliche Raum und seine Bewohner dürften nicht als vernachlässigbare „Restgröße“ behandelt werden. Auch im Sinne einer funktionierenden, sozialen Gesellschaft müsse die Mobilität der Bevölkerung im ländlichen Raumerhalten bleiben.

nach oben


 

World Safety Day informiert Post-Beschäftigte über Arbeits- und Gesundheitsschutz
 

Die Sicherheit im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz stand im Fokus des „World Safety Day“ der Deutschen Post AG. Dieser fand am 28. April 2016 nicht nur in der Konzernzentrale im Bonner Post Tower statt, sondern auch in allen 49 Niederlassungen des Unternehmensbereichs Post – eCommerce – Parcel (PeP) in Deutschland.

In Bonn waren die Infostände des Arbeits- und Gesundheitsschutzes PeP, des Inhouse Managements der Zentrale, der BG Verkehr, des DVR und der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung gut besucht. Reges Interesse fand auch der vor dem Post Tower aufgebaute Gurtsimulator der BG Verkehr. Dort konnte eindrucksvoll erlebt werden, welche Kräfte selbst bei einem Unfall mit geringer Geschwindigkeit auf einen angeschnallten Autofahrer wirken.

„Verkehrssicherheit und Arbeitsschutz für unsere rund 180.000 Beschäftigten allein in Deutschland liegen uns am Herzen. Wir freuen uns sehr, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so aufgeschlossen an das Thema Prävention herangehen“, beschreibt Rainer Armbruster, Abteilungsleiter Arbeits- und Gesundheitsschutz PeP bei der Deutschen Post, die positiven Erfahrungen mit dem jährlich stattfindenden World Safety Day des Konzerns.

In jedem Jahr gibt es im Sinne der Prävention einen thematischen Schwerpunkt für diesen Tag. In diesem Jahr stand der Sicherheitsgurt im Vordergrund – ein Thema, das für die Deutsche Post bei der Brief- und Paketzustellung im Haus-zu-Haus-Verkehr eine große Rolle spielt.

nach oben


 

Rücksitzinsassen im Auto leben gefährlich
 

Die unsichersten Plätze im Auto sind die Rücksitze. Das liegt einerseits an einer falschen Sitzposition der Mitfahrenden, andererseits aber an einer gegenüber den Vordersitzen unzureichenden Sicherheitsausstattung. Das sind wesentliche Ergebnisse einer Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV), in der tatsächliche Unfälle analysiert und in einer Vielzahl von Simulationen Abläufe nachgestellt wurden.

obwohl die Rückbank nur selten besetzt ist, saßen bei den erfassten Unfällen immerhin zehn Prozent aller verletzten Pkw-Insassen dort. Pro Jahr sterben etwa 130 Rücksitzinsassen, 2.800 werden schwer verletzt. Wie die Untersuchungen ergaben, sind die hinten Sitzenden oft mit verantwortlich für ihre Verletzungen: Um sich zu unterhalten oder den Straßenverlauf besser sehen zu können, beugen sie sich zur Seite oder nach vorn und geben damit dem Gurt keine Chance, sie optimal zu schützen.

Ganz fatal ist es, sich gar nicht anzuschnallen: Im Crashtest zeigte sich, dass nicht nur die nicht angeschnallte Person schwerste Verletzungen erleidet, sondern auch die Sitzlehne des Vordersitzes so weit nach vorne gedrückt wird, dass der davor platzierte Insasse ebenfalls schwer verletzt wird.

Der laxe Umgang mit den vorhandenen Sicherheitseinrichtungen entsteht offenbar aus dem Glauben, dass die hinteren Plätze sicher sind: 75 Prozent der von der UDV befragten Personen gaben an, dass der Rücksitz genauso sicher oder sicherer sei als der Vordersitz. In der Unfallanalyse zeigte sich jedoch das umgekehrte Bild: Bei vergleichbaren Konstellationen fielen die Verletzungen auf den Rücksitzen zu 70 Prozent genauso schwer und zu rund 20 Prozent schwerer aus als auf den Vordersitzen.

nach oben


 

Risiko-Check: Wer klug entscheidet, gewinnt

UK/BG/DVR-Schwerpunktaktion 2016

Das Erkennen und Bewerten von Risiken verläuft von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Nicht jede Gefahrensituation im Straßenverkehr lässt sich vermeiden – doch jeder Verkehrsteilnehmende hat großen Einfluss auf die Höhe seines Risikos. Mit der diesjährigen Schwerpunktaktion möchten Unfallkassen, Berufsgenossenschaften und der DVR für ein stärkeres Risikobewusstsein sensibilisieren und Lösungsansätze für das verantwortungsvolle Bewältigen von gefährlichen Verkehrssituationen anbieten. „Risiko-Check“ hinterfragt dazu typische Verhaltensweisen und gibt Raum für Entscheidungen.

Drei Broschüren sowie die Internetseite www.risiko-check.info richten sich an Fahrerinnen und Fahrer von Lkw und Transporter, Pkw und Motorrad sowie an Radfahrende, Fußgängerinnen und Fußgänger. Interessierte finden praxisbezogene Tipps, die sie beim rechtzeitigen Erkennen gefährlicher Situationen und dem Treffen verantwortungsvoller Entscheidungen unterstützen sollen. Lehrkräfte, die Seminare, Unterricht in der Sekundarstufe II oder Unterweisungen in Betrieben durchführen, können auf eine weitere Broschüre sowie spezielle Seminarmedien zurückgreifen. Die Medien sind auf einer DVD und der Kampagnenwebseite hinterlegt und enthalten – wie auch die Broschüre – Hintergründe, Zahlen und Fakten für spannende Fortbildung und Diskussionen zum Thema. Ebenfalls online wird ein temporeiches Kampagnenvideo die Aktion unterstreichen. In 90 Sekunden bringt es auf den Punkt, wie fatal sich unterschiedliche Gefahrenwahrnehmung und -einschätzung in Freizeit, Beruf und Straßenverkehr auswirken können.

Begleitet wird die diesjährige Schwerpunktaktion von zwei Gewinnspielen. Leserinnen und Leser der „Risiko-Check“-Printmedien haben die Chance auf eine sechstägige AIDA-Kreuzfahrt für zwei Personen und viele weitere wertvolle Preise. Für das zusätzliche Online-Gewinnspiel nutzt „Risiko-Check“ eine besondere Form des Storytellings. Kurze Filmsequenzen begleiten wahlweise einen Mann oder eine Frau durch unterschiedliche Gefahrensituationen auf dem Heimweg und in der Freizeit. Die Spielerinnen und Spieler werden jeweils nach einem Intro vor die Frage gestellt, ob sie die risikoarme oder riskante Verhaltensweise wählen würden. Je nach Entscheidung nimmt die Geschichte einen anderen Verlauf. Als Preise winken hier unter anderem hochwertige Unterhaltungselektronik und Smartphones der Oberklasse. Beide Gewinnspiele wurden am 1. Juni 2016 gestartet und laufen bis zum 28. Februar 2017. Weitere Informationen und alle Präventionsmaterialien finden sich unter www.risiko-check.info.

nach oben


 

„Lass dich nicht APPlenken!“

ARCD schärft das Bewusstsein für Risiken durch Ablenkung

Autos werden immer sicherer, doch der Mensch spielt nach wie vor eine besonders wichtige Rolle für die Verkehrssicherheit. Denn schätzungsweise jeder zehnte Verkehrsunfall wird durch Ablenkung und Unaufmerksamkeit verursacht. Daher klärt der ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland mit seiner Roadshow „Lass dich nicht APPlenken!“ über die Risiken durch Ablenkung am Steuer und die möglichen Folgen auf. Am 17. Juni 2016 startete die Roadshow mit dem ARCD-Fahrsimulator auf dem 25. Verkehrssicherheitstag der Verkehrswacht Halle/Saale.

Mit der Roadshow „Lass dich nicht APPlenken!“ legt der ARCD im Rahmen der Kampagne „Runter vom Gas“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und des DVR einen Schwerpunkt seiner Verkehrssicherheitsarbeit auf die Gefahren durch Ablenkung im Straßenverkehr.

„Den Begriff Ablenkung einheitlich zu definieren, ist gar nicht so leicht“, sagt Jürgen Dehner, Generalsekretär des ARCD. „Eines ist jedoch klar: Autofahrer sind abgelenkt, wenn sie ihre Aufmerksamkeit nicht auf das Fahren konzentrieren, sondern sich mit Dingen beschäftigen, die nichts mit dem Fahren zu tun haben. Die negativen Folgen werden in der Regel unterschätzt. Es ist für die Verkehrssicherheit aber wichtig, ablenkende Tätigkeiten möglichst zu vermeiden oder gezielt zu dosieren, falls sie unvermeidbar sind. Darauf machen wir mit unserer Roadshow gezielt aufmerksam.“

Zum zweiten Mal in Folge ist 2015 die Zahl der Verkehrsopfer in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen. Über 90 Prozent der Straßenverkehrsunfälle lassen sich auf menschliches Fehlverhalten zurückführen. Eine erhebliche Rolle spielen dabei Ablenkung und Unaufmerksamkeit von Autofahrenden, aber auch von anderen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern. Jeder zehnte Verkehrsunfall wird nach Expertenmeinung durch Ablenkung verursacht. Als wesentliche Ablenkungsquelle gilt mittlerweile die zunehmende Verbreitung von Smartphones, die in dreifacher Hinsicht Aufmerksamkeit binden und ablenkend wirken können: motorisch, visuell und mental. Und das nicht nur bei Autofahrenden, sondern auch bei Personen, die mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind.

Beobachtungen im Straßenverkehr zeigen, dass viele den kurzen Blick aufs Smartphone verharmlosen und wenig Hemmungen haben, gerade hinter dem Steuer schnell eine Textnachricht auf dem Display zu lesen oder selbst zu verfassen. Dabei reicht schon eine Sekunde Blickabwendung von der Straße aus, um bei Stadttempo 50 km/h ganze 14 Meter im „Blindflug“ unterwegs zu sein. Innerhalb kürzester Zeit kann sich das Verkehrsgeschehen auf dieser Strecke jedoch völlig ändern. Plötzlich scheren Fahrzeuge aus oder Kinder laufen auf die Fahrbahn. Eine rechtzeitige Reaktion auf solche unerwarteten Ereignisse ist dann nicht mehr möglich, die Gefahr des Kontrollverlusts groß.

Weitere Informationen und Hintergründe zur ARCD Roadshow „Lass dich nicht APPlenken!“ unter www.arcd.de/nichtapplenken.

nach oben