„Runter vom Gas!“-Plakate an den Landstraßen im Saarland

Bonn/St. Wendel, 23. April 2009 (DVR)

Der saarländische Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel weihte heute an der B 41 in St. Wendel einen Plakatständer mit einem Motiv der „Runter vom Gas!“-Kampagne ein. Insgesamt werden über 30 Brückenbanner und zwölf Landstraßenplakate an Unfallhäufungslinien im Saarland aufgehängt und aufgestellt. „Wir wollen damit zu angepasster Geschwindigkeit und gegenseitiger Rücksichtnahme aufrufen. Die Plakate zeigen drastisch, wozu Raserei und mangelnde Rücksicht im Straßenverkehr führen können. Speziell das Motiv, das wir hier an der B 41 gewählt haben, verdeutlicht, dass besonders junge Fahrer gefährdet sind“, erklärte Minister Rippel das Engagement des Saarlandes.

Zudem beteiligt sich das Saarland auch an den Maßnahmen für Motorradsicherheit der Kampagne. „Motorradfahrer selbst, aber auch alle anderen Verkehrsteilnehmer sollen für die Motorradsicherheit sensibilisiert werden“, sagte Rippel. Eine eigens für „Runter vom Gas!“ herausgegebene Sicherheitsweste soll dafür sorgen, dass Motorradfahrer besser gesehen werden. Die Westen sind ein Symbol und ein Plädoyer für mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Als prominente Sicherheitsbotschafterin des Saarlandes hatte die Sängerin Ingrid Peters Ende März in Berlin stellvertretend für das Saarland 500 Sicherheitswesten entgegengenommen, die nun landesweit zum Einsatz kommen.

Auch die Polizei des Saarlandes wirkt mit. Sie beteiligt sich an der „Operation Speed“, der europäischen Woche der Geschwindigkeitskontrollen der Verkehrspolizeien Europas, die in diesem Jahr unter dem Motto „Runter vom Gas!“ durchgeführt wird. Die Polizei des Saarlandes klärt über die Gefahren auf Landstraßen auf und verteilt bei den Verkehrskontrollen die gemeinsam mit den Ländern und dem DVR entwickelten Präventionsmaterialien der Kampagne „Runter vom Gas!“.

Bereits vor Jahren habe das Saarland die systematische Arbeit von Verkehrsunfallkommissionen aufgebaut, unterstreicht Minister Rippel. In ihnen analysieren Vertreter der Straßenverkehrsbehörden, der Straßenbaubehörden und der Polizei, warum an bestimmten Orten im Straßenverkehr häufiger Verkehrsunfälle, insbesondere schwere Unfälle passieren.

Die Unfallkommissionen im Saarland setzen im Rahmen der Kampagne an bestimmten Unfallhäufungslinien auf Landstraßen eine spezielle Untersuchungsmaßnahme ein, um Unzulänglichkeiten im Straßenraum in Relation zu den gefahrenen Geschwindigkeiten zu analysieren: die Analyse des Blickverhaltens von Fahrzeugführern. Diese so genannte "Viewpoint-Blickanalyse", die von dem Wiener EPIGUS-Institut für ganzheitliche Unfall- und Sicherheitsforschung entwickelt wurde, kommt erstmals in Deutschland zur Anwendung.

„Wir begrüßen das vielfältige Engagement des Saarlandes für mehr Landstraßensicherheit sehr. Denn gerade an Landstraßen ereignet sich die Mehrzahl der geschwindigkeitsbedingten Unfälle. Wir sind sehr dankbar, dass sich das Saarland an der Kampagne beteiligt, um die Botschaft ‚Runter vom Gas!’ gerade an landesspezifischen Unfallhäufungspunkten zu verbreiten“, sagte Carla Bormann, Leiterin der Kampagne beim DVR.



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jpg Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel in der „Runter vom Gas!“-Sicherheitsweste und ein Vertreter der Polizei bei der Einweihung des Plakatständers an der B 41 in St. Wendel, Saarland.

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