Parlamentarischer Neujahrsempfang von DVR und DVW

Berlin, 26. Februar 2010 – Um eine weitere deutliche Senkung der Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten ging es beim Parlamentarischen Neujahrsempfang des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und der Deutschen Verkehrswacht (DVW) am 25. Februar in den Räumen der DVW im Haus des Deutschen Instituts für Normung in Berlin.

Professor Klaus-Dieter Scheurle, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), erläuterte vor den 130 Gästen aus Politik, Verbänden, Wirtschaft und Medien die politischen Zielsetzungen der neuen Bundesregierung. „Die Bundesregierung bekennt sich zur sicheren Mobilität und setzt dabei auf die Partnerschaft mit den Verkehrssicherheitsverbänden in Deutschland“, sagte Scheurle. Das neue nationale Verkehrssicherheitsprogramm, das zurzeit vorbereitet werde, sei die gemeinsame Basis für die zukünftige Verkehrssicherheitsarbeit. Im Fokus stehen junge Fahrer, motorisierte Zweiradfahrer und das Thema Landstraße. An DVR und DVW gerichtet sagte Scheurle mit Blick auf die künftige Zusammenarbeit: „Halten Sie uns auf Trab und stellen Sie Ziele auf.“

DVW-Präsident Kurt Bodewig, Bundesminister a.D., führte aus, dass die Politik Steine ins Rollen bringen kann, mit Aufklärungsmaßnahmen gegenüber Verkehrsteilnehmergruppen, mit Signalen gegenüber der Fahrzeugindustrie genauso wie mit Verbesserungen der Infrastruktur. „Unsere eigene Vision ist, dass es einmal keine Verkehrstoten mehr geben wird – die Unversehrtheit der Menschen zu wahren ist unsere Motivation“, so Bodewig weiter. „Unsere Aufgabe als Verkehrswachtorganisation sehen wir darin, uns vor allem um die schwächeren und besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmer zu kümmern. Wenn wir die nationalen und auch die europäischen Vorgaben erreichen wollen, brauchen wir eine breite gesellschaftliche Diskussion darüber, was Mobilität ist und wie sie sicher gestaltet werden kann.“ Die DVW will sich daher um einen regen Wissens- und Erfahrungsaustausch auf nationaler, aber auch europäischer Ebene kümmern: „Wenn wir auf diese Weise einen weiteren Rückgang der Unfallzahlen erreichen, sind wir unserem Ziel ‚Vision Null‘, europäisch ‚Vision Zero‘, wieder ein gutes Stück näher gekommen.“

Eine nachhaltige Verkehrspolitik im Sinne der „Vision Zero – Keiner kommt um, alle kommen an“ benötige neben anerkennenden Worten tatkräftig Handelnde, betonte DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf. In Deutschland und Europa seien quantitative Ziele wie die Reduktion der Zahl der im Straßenverkehr Getöteten um 40 Prozent bis 2020 gefordert. Zudem müsse der Blick auf Gefährdungspotenziale geschärft werden. „Dazu gehört der politische Wille der Verantwortlichen, alles zu unternehmen, um unsere Mobilität sicherer zu gestalten. Leben ist nicht verhandelbar. Danach zu handeln ist unsere Verpflichtung angesichts der über 4.000 Verkehrstoten und rund 400.000 Menschen, die jährlich bei Unfällen verletzt werden“, sagte der DVR-Präsident.

Ansprechpartnerin DVW: Hannelore Herlan (Tel. 030/516 51 05-20)

Ansprechpartner DVR: Sven Rademacher (Tel. 0228/40001-72)



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