Formel-1-Pilot Nico Rosberg setzt auf Fahrerassistenzsysteme am Arbeitsplatz

Berlin, 15. September 2010 - Sicherheit am Arbeitsplatz bedeutet auch, sicher unterwegs zu sein. Auf dem Flughafen Tempelhof in Berlin erlebten rund 100 Fuhrparkmanager, wie man mit elektronischen Fahrerassistenzsystemen (FAS) die Sicherheit erhöht und Kosten reduziert.

Unter der Schirmherrschaft von Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer lud der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) zusammen mit der europäischen Sicherheitsinitiative eSafety Challenge die Teilnehmer ein, die Potenziale der Systeme in Theorie und Praxis zu erfahren.

Formel-1-Pilot Nico Rosberg, der die Systeme live auf dem Rollfeld vorführte, kennt als Berufsrennfahrer das Potenzial von Fahrerassistenzsystemen: „Ich stelle immer sicher, dass mein Fahrzeug so gut ausgerüstet ist wie möglich. Man weiß nie, was hinter der nächsten Ecke passiert, egal wie sehr ich denke, ein guter Fahrer zu sein.“

60 Prozent aller tödlichen Arbeitsunfälle passieren im Straßenverkehr und Verkehrsunfälle sind die häufigste Todesursache bei Arbeitsunfällen. Da jedes zweite Auto in Deutschland ein Fuhrparkfahrzeug ist, hat der Einsatz von Fahrerassistenzsystemen für Fuhrparkmanager besondere Bedeutung. Für sie gilt: je mehr Fahrerassistenzsysteme in der Unternehmensflotte eingesetzt werden, desto sicherer wird der Arbeitsweg und desto mehr Kosten können eingespart werden.

Dazu führte Dr. Johann Gwehenberger, Leiter der Unfallforschung im Allianz Zentrum für Technik, aus: „Fahrerassistenzsysteme erhöhen nicht nur die Sicherheit, sondern senken auch Unfallfolgekosten von rund 2.000 Euro.“

Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), spricht sich für einen flächendeckenden Einsatz bestimmter Fahrerassistenzsysteme aus. „Moderne Fahrerassistenzsysteme unterstützen den Fahrer in wichtigen Aufgaben und können in kritischen Situationen einem möglichen Fehlverhalten entgegenwirken. In den nächsten Jahren werden deshalb zahlreiche Assistenzsysteme für Fahrzeuge verpflichtend eingeführt“, sagte Bomba.

DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf unterstrich, warum Fahrerassistenzsysteme so wichtig für die Verkehrssicherheit sind. „Unsere Arbeit wird geprägt durch die Vision Zero. Diese Strategie hat zum Ziel, die ganze Verkehrswelt so zu gestalten, dass menschliches Fehlverhalten nicht mit dem Tod oder schweren Verletzungen bestraft wird. Keiner kommt um, alle kommen an, das ist unsere Botschaft. Dieses Ziel wäre heute bereits erreichbar, wenn die vorhandenen technischen Errungenschaften im Fahrzeug und auf der Straße voll zum Tragen kämen, Regelüberschreitungen wirklich verfolgt würden und sich die Verkehrsteilnehmer verantwortungsgerecht verhielten.“

Während der Testveranstaltung konnten die Teilnehmer nicht nur das ab 2014 in allen Neuwagen gesetzlich vorgeschriebene ESP in der Praxis testen, sondern auch weitere Systeme der neuesten Generation, wie zum Beispiel den vorausschauenden Notbremsassistenten oder den Verkehrszeichenbeobachter.

Experten aus Praxis und Forschung, darunter Euro NCAP-Präsident Professor Andre Seeck und ADAC-Vizepräsident Ulrich Klaus Becker informierten und diskutierten zudem über den Einsatz der Systeme im Flottenmanagement. Eine Ausstellung sowie eine Besucherbefragung des Spiegel-Instituts Mannheim zum Einsatz von Fahrerassistenzsystemen bei Fuhrparkmanagern rundeten das Programm ab.



Downloads


jpg Pressefoto (RGB-Format, 124 kB)

jpg Pressefoto (CMYK-Format, 700 kB)

DVR-NEWSLETTER



TIPPS

Sicherheitstrainings und
-programme nach Richtlinien des DVR
www.dvr.de/sht