Neue Simulatortrainings gegen Unfälle bei Einsatzfahrten

Berlin, 19. März 2011 – Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) haben mit einer neuen Generation von Fahrsimulatoren eine bundesweite Schulungsinitiative gestartet. Ziel ist die Vermeidung von Verkehrsunfällen bei Einsatzfahrten von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdiensten.

„Einsatzfahrer mit Blaulicht und Sondersignal haben gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern ein bis zu 18 Mal höheres Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden“, erläutert Marion Pieper-Nagel, Referatsleiterin Verkehrsmedizin, Rettungswesen und Simulatortechnik beim DVR. So registrierte etwa die Internetplattform blaulicht.org im vergangenen Jahr bundesweit mindestens neun Tote und 231 teils schwer Verletzte im Zusammenhang mit Einsatzfahrten unter Sondersignal.

Mit dem neuen Trainingskonzept will der DVR gezielt die Zahl der schweren Einsatzunfälle deutlich senken. Ein komplett neues Sicht- und Lenksystem, leistungsfähige Rechentechnik sowie umfangreiche Programmierfunktionen wurden in die neuen Simulatoren integriert. Alle Fahrten können aufgezeichnet und nachträglich ausgewertet sowie in separaten Räumen mitverfolgt werden.
Risikobehaftete innerstädtische Einsatzfahrten können ebenso nachempfunden werden wie komplizierte Überholvorgänge und Rettungseinsätze bei Nacht oder unter widrigen Wetterbedingungen.

Die mobilen Systeme, bestehend aus Fahrerkabine, Bildschirmsystem und Steuertechnik, lassen sich innerhalb einer Stunde auf- und abbauen und benötigen zum Betrieb eine normale Steckdose sowie 25 bis 40 Quadratmeter Fläche. Geplant ist außerdem, die bisher DVR-eigene Paketlösung aus Konzept, Programm und Systemtechnik auch für eine eigenständige Nutzung durch Dritte anzupassen.

Quelle: Feuerwehr-Magazin

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