Programm für mehr Verkehrssicherheit

DVR fordert Prioritäten und höhere Investitionen

Berlin, 10. November 2011 (DVR) – Heute hat Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer das Nationale Verkehrssicherheitsprogramm vorgestellt: Mehr als 40 Maßnahmen, mit deren Hilfe es gelingen soll, die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr bis 2020 um 40 Prozent zu verringern. Erstmals hatte der Bund 2001 ein entsprechendes Programm vorgelegt.

„Ich begrüße die Maßnahmen des Programms, die auch unter Mitwirkung des DVR erarbeitet wurden, und wünsche mir, dass der Bund seinen Worten auch Taten folgen lässt“, kommentiert der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), Dr. Walter Eichendorf, die Pläne des Bundesverkehrsministers. Dabei hat er vor allem die finanzielle Ausstattung der Verkehrssicherheitsarbeit im Blick: „Auch in haushaltspolitisch schwierigen Zeiten dürfen die Aufwendungen des Staates für Maßnahmen der Verkehrssicherheit nicht heruntergefahren werden. Denn wir wissen: Prävention lohnt sich – gerade auch im Straßenverkehr. Deshalb muss verstärkt in die Verkehrssicherheit investiert werden“, sagt Dr. Eichendorf mit Blick auf die seit 20 Jahren unverändert gebliebenen und im letzten Jahr sogar leicht gekürzten Ansätze im Bundeshaushalt.

Es gehe nun darum, sich den Herausforderungen für die Zukunft zu stellen und Prioritäten zu setzen. Dr. Eichendorf weist dabei auf einen aktuellen Beschluss des DVR-Vorstands für ein absolutes Alkoholverbot am Steuer hin und unterstreicht die hohe gesellschaftliche Akzeptanz eines solchen Verbots.

Für Fahranfänger sollte eine verpflichtende Verlängerung des Lernzeitraumes eingeführt werden. „Die im Ausland gemachten positiven Erfahrungen mit einer Lernzeitverlängerung in der Fahrausbildung, wie sie zum Beispiel in so genannten Mehrphasenmodellen angewendet wird, sowie Erfahrungen mit Graduierungs- oder Stufensystemen sollten in der auch in Deutschland notwendigen Diskussion berücksichtigt werden“, fordert der DVR-Präsident.

Besonderes Augenmerk müsse auch auf den Brennpunkt Landstraße gelegt werden. Von den im vergangenen Jahr insgesamt 3.648 Getöteten im Straßenverkehr sind 2.207 (60 Prozent) bei Unfällen auf Landstraßen tödlich verunglückt. „Wir wünschen uns für das Nationale Aktionsprogramm konkrete Maßnahmen gegen Baumunfälle, da bei diesen Unfällen jeder fünfte Verkehrstote zu beklagen ist“, unterstreicht Dr. Eichendorf. Beim Thema Landstraße müssten zudem die motorisierten Zweiradfahrer in den Fokus gerückt werden.

Darüber hinaus schlägt der DVR vor, die Position eines Verkehrssicherheitsbeauftragten als Koordinator der Bundesregierung einzurichten. Er sollte sich als Ansprechpartner für Verbände, Politik und Wirtschaft verstehen.



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