Sicher auf dem Weg zur Schule

DVR gibt Tipps für den ersten Schulweg

Bonn, 26. Juli 2012 (DVR) – In den kommenden Wochen machen sich viele Erstklässler auf ihren neuen Weg zur Schule. Schulanfänger gehören zu den schwächeren Verkehrsteilnehmern und benötigen besondere Aufmerksamkeit im Straßenverkehr. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) appelliert deshalb an alle motorisierten Verkehrsteilnehmer, besonders aufmerksam und rücksichtsvoll zu handeln. Insbesondere in Wohngebieten und Straßen rund um Schulen heißt es: Fuß vom Gas nehmen und jederzeit bremsbereit sein. Als Vorbereitung sollten Eltern mit ihren Kindern den Schulweg gemeinsam einüben. Auch ein Rollentausch kann sinnvoll sein.

Die Zahl der Schulwegunfälle im Jahr 2011 sank nach vorläufigen Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) um knapp zehn Prozent auf rund 112.000. Dabei kamen 79 Kinder im Straßenverkehr ums Leben.

Für die Erstklässler ist der Schulweg eine neue Erfahrung und Herausforderung. Sie können altersbedingt weder Entfernung und Geschwindigkeit eines herannahenden Fahrzeugs richtig einschätzen, noch können sie über parkende Autos hinwegschauen. Kinder lassen sich zudem leicht ablenken. Kraftfahrer sollten deshalb besonders in der Nähe von Schulen erhöhte Vorsicht walten lassen.

Unfallprävention bedeutet für die Eltern, den künftigen Schulweg gemeinsam mit dem Kind bereits vor der Einschulung zu planen und einzuüben. Verkehrsreiche Kreuzungen, unübersichtliche Stellen und andere Gefahrenpunkte sollten nach Möglichkeit nicht zum Schulweg gehören. Außerdem gilt: Der kürzeste Weg ist nicht immer der sicherste. Um mögliche Unsicherheiten zu erkennen, kann es hilfreich sein, wenn Eltern sich von ihren Kindern zur Schule führen und Gefahren aus Kindersicht zeigen lassen. Während der ersten Wochen sollte eine Schulwegbegleitung durch die Eltern ohnehin selbstverständlich sein. Legt das Kind den Weg allein zurück, können ihm die Eltern auch einmal unbemerkt folgen, um Abweichungen oder Unsicherheiten festzustellen.

Für erhöhte Sichtbarkeit besonders in der dunklen Jahreszeit sollten Schulanfänger spezielle Kleidung mit reflektierenden Elementen sowie Schulranzen mit Reflektoren tragen. Wird ein Teil des Weges mit dem Schulbus oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt, sollte auch hier das sichere Verhalten an der Haltestelle sowie beim Ein- und Aussteigen geübt werden. Das Fahrrad eignet sich frühestens nach der Fahrradprüfung in der vierten Klasse für den Schulweg.

Wer seine Kinder mit dem Auto zur Schule fährt, muss – wie bei jeder Fahrt –passende und zugelassene Kindersitze verwenden. Falsch gesicherte oder ungesicherte Kinder sind bei Unfällen einem erhöhten Verletzungsrisiko ausgesetzt.

Gut ausgeschlafen, dazu ein gesundes Frühstück und ein ausreichendes Zeitpolster – so sollten Schulanfänger auf einem bekannten und eingeübten Weg ins neue Klassenzimmer starten.



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