„Blitzerwarner“ nicht legalisieren

DVR: Nicht angepasste Geschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen

Bonn, 19. September 2012 – Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) spricht sich gegen eine Legalisierung sogenannter „Blitzerwarner“ aus. Momentan sieht die Straßenverkehrsordnung (StVO) ein solches Verbot vor. „Aus Sicht der Verkehrssicherheit wäre das ein verheerendes Signal“, sagt DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf. „Die Forderung, das bestehende Verbot aufzuheben, lässt einen gefährlichen Umkehrschluss zu: Überall dort, wo das Navi oder das Smartphone über eine entsprechende App nicht anschlägt, muss keine Kontrolle befürchtet werden. Das darf nicht sein. Es darf keinen Freifahrtschein für notorische Raser geben“, so Dr. Eichendorf weiter.

Überhöhte beziehungsweise nicht angepasste Geschwindigkeit zählt nach wie vor zu den Hauptunfallursachen. Rund 40 Prozent der Verkehrstoten in Deutschland gehen auf Unfälle zurück, die sich wegen überhöhter Geschwindigkeit ereignen. Innerhalb der letzten zehn Jahre kamen in diesem Bereich mehr als 20.000 Menschen ums Leben. Allein im Jahr 2011 sind bei über 49.000 Unfällen mit Personenschaden aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit über 1.500 Verkehrsteilnehmer ums Leben gekommen.

„Überwachung ist kein Selbstzweck, sondern bietet Schutz für alle. Die Zeiten, in denen Rasen als Kavaliersdelikt angesehen wurde, sind vorbei. Überwachung ist keine Abzocke, sondern ein zentraler Bestandteil der Sicherheitsstrategie ‚Vision Zero – keiner kommt um, alle kommen an‘“, stellt der DVR-Präsident klar.

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