Neue Straßenverkehrs-Ordnung schafft mehr Sicherheit für Radfahrer

Bonn, 9. April 2013 (DVR) – Seit dem 1. April 2013 gilt eine Neufassung der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Neu sind unter anderem ein Überholverbot an Bahnübergängen, erweiterte Regelungen für den Fahrradverkehr und im Bereich Tagfahrlicht für Motorräder. Überarbeitet wurde auch der Bußgeldkatalog. Radfahrer, die während der Fahrt zum Handy greifen, müssen künftig mit 25 Euro Bußgeld rechnen. Insgesamt wurden die Beträge um fünf bis zehn Euro angehoben.

Wer sich einem Gefahrzeichen nähert, musste sich bisher laut StVO „auf die angekündigte Gefahr einrichten“. Neuerdings sind „erhöhte Aufmerksamkeit“ und die „Verringerung der Geschwindigkeit im Hinblick auf eine Gefahrsituation“ erforderlich.

Im Bereich Fahrzeugausrüstung gibt es eine wesentliche Neuerung. Motorradfahrer, deren Fahrzeuge mit Tagfahrlicht ausgestattet sind, können tagsüber zwischen Tagfahr- oder Abblendlicht wählen. Herrschen Dämmerung, Dunkelheit oder eingeschränkte Sichtverhältnisse vor, ist das Abblendlicht einzuschalten.

Für Fahrradanhänger gilt: Zwei Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr dürfen mitfahren, der Fahrer muss mindestens 16 Jahre alt sein.

Insgesamt soll die neue StVO besonders die Sicherheit schwächerer Verkehrsteilnehmer erhöhen. So gilt auf Fahrradstraßen eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Wichtig für Autofahrer: Auf den durch eine unterbrochene Leitlinie markierten Schutzstreifen für Radfahrer am rechten Straßenrand, darf ab jetzt nicht mehr geparkt werden. Vorher galt dies nur, wenn ein Haltverbotsschild am Straßenrand stand. Sind Radwege durch das blaue runde Zeichen mit dem Fahrrad gekennzeichnet, gilt wie bisher eine Benutzungspflicht. Ist das Verkehrszeichen allerdings nicht auf dem Radweg aufgestellt und nur ein Piktogramm auf dem Asphalt gemalt, muss er nicht zwangsläufig befahren werden. Ebenfalls neu ist das Zeichen der für Fußgänger und Radfahrer durchlässigen Sackgasse. Verboten ist nach neuer StVO das Inline-Skaten auf Radwegen, sofern sie nicht durch das neue Zeichen „Inline-Skaten und Rollschuhfahren frei“ kenntlich gemacht sind. Inliner müssen ansonsten auf den Gehweg ausweichen, sofern vorhanden.

Vor und auf Bahnübergängen (ab dem Gefahrzeichen mit dreistreifiger Bake bis hinter das letzte Gleis) ist das Überholen, auch für Radfahrer, grundsätzlich verboten. Die Wartepflicht an der einstreifigen Bake außerhalb geschlossener Ortschaften für Lkw über 7,5 Tonnen und Fahrzeuge mit Anhänger wurde gestrichen.



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