Wettbewerb „Unterwegs – aber sicher!“: Konzepte für mehr betriebliche Verkehrssicherheit

VDSI und DVR ehren Gewinner auf dem Kongress A+A 2013

Düsseldorf, 6. November 2013 – Die Gewinner des Wettbewerbs „Unterwegs – aber sicher!“ stehen fest: Platz eins ging an das Gemeinschaftsprojekt der BASF SE, der Industrie- und Handelskammer (IHK) Pfalz, der IHK Rhein-Neckar und des Landesverbandes Südwest der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Platz zwei belegte die K+S Kali GmbH, Platz drei die BK Giulini GmbH. Die drei Preisträger haben innovative Konzepte entwickelt, die das Unfallrisiko auf Arbeits- und Schulwegen oder beim innerbetrieblichen Transport und Verkehr senken. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Internationalen Kongresses für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin A+A 2013 in Düsseldorf statt. Die Gewinner erhielten Preisgelder von insgesamt 6.000 Euro. Eine Fachjury mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Medien und Verbänden hatte sie aus 19 Einreichungen ermittelt. Entscheidend waren Kriterien wie Nachhaltigkeit, Effizienz und Kreativität der Projekte.

Der Initiatoren des Wettbewerbs zeigten sich beeindruckt von den eingereichten Projekten: „Die Betriebe nehmen die Verkehrssicherheit ihrer Mitarbeiter sehr ernst. Ihre Aktivitäten sind komplex und nachhaltig, oftmals reichen sie bis in den öffentlichen oder privaten Raum. Ihr Engagement motiviert uns, den Wettbewerb fortzusetzen und eine Sammlung von Good-Practice-Beispielen zusammenzutragen, von der andere Betriebe profitieren können“, erklärte Professor Dr. Rainer von Kiparski, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Deutscher Sicherheitsingenieure (VDSI).
„Wir gratulieren den Preisträgern sehr herzlich, die mit viel Kreativität innovative Lösungen für mehr betriebliche Verkehrssicherheit gefunden haben und hoffentlich viele Betriebe zum Nachmachen anregen. Wir kommen damit der Vision Zero ein Stück näher: Kein Mensch soll im Straßenverkehr oder bei der Arbeit getötet oder so schwer verletzt werden, dass er lebenslange Schäden davonträgt“, sagte Dr. Walter Eichendorf, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR).

Die Gewinner
Erster Platz: Initiative „Sicherer Arbeitsweg“ der Metropolregion Rhein-Neckar

Ein Anstieg der Wegeunfälle in der Metropolregion Rhein-Neckar brachte die BASF SE, die IHK Pfalz, die IHK Rhein-Neckar und den DGUV-Landesverband Südwest dazu, die Initiative „Sicherer Arbeitsweg“ ins Leben zu rufen. Über 40 Unternehmen und Institutionen stehen hier mittlerweile im Austausch und entwickeln Sicherheitsaktionen, um ihre Mitarbeiter zu sensibilisieren und die Verkehrsinfrastruktur zu verbessern. Ihre bisherige Bilanz: Fachvorträge, Verkehrssicherheitstage und Plakataktionen wurden organisiert. Daten zum Mobilitätsverhalten und zu Gefahrenstellen sind erhoben. Zehn Gefahrenstellen konnten gemeinsam mit den Kommunen entschärft werden.

Zweiter Platz: Verkehrssicherheitskonzept „Fit for Fahr'n“ der K+S Kali GmbH

Die Mitarbeiter des Kalibergbauunternehmens K+S Kali GmbH legen täglich viele Kilometer Wegstrecke zurück, das Gros unter Tage. Um ihre Fahrkompetenzen und ihr Sicherheitsbewusstsein zu stärken, hat K+S Kali das Konzept „Fit for Fahr’n“ entwickelt. Es beinhaltet breit angelegte Fahrsicherheitstrainings, die auf die verschiedenen Alters- und Berufsgruppen im Unternehmen zugeschnitten sind. Sie berücksichtigen die Arbeit über und unter Tage mit allen Verkehrsmitteln der werkseigenen Flotte. Interne Spezialisten und Partner aus der Region führen die Trainings durch.

Dritter Platz: Betriebliche Verkehrssicherheit bei BK Giulini

Herzstück der Verkehrssicherheitsarbeit bei BK Giulini ist ein Jahresplaner mit Aktionszeiträumen, in denen die Mitarbeiter kontinuierlich je nach Witterung für Gefahrenschwerpunkte sensibilisiert werden. Verschiedene Maßnahmen kommen zum Einsatz: Information per Intranet, Plakate und Flyer, Sicherheitskurzgespräche, Trainings, Mitmachaktionen und die Verteilung von Gebrauchsartikeln wie Eiskratzern oder Warnwesten. Ob Lkw-Führer, Pkw- und Fahrradfahrer oder Fußgänger – die Aktionen richten sich individuell an jede Berufsgruppe des Chemieunternehmens.

Seit rund zwei Jahren kooperieren der VDSI und der DVR verstärkt in der betrieblichen Verkehrssicherheitsarbeit. Gemeinsam engagieren sie sich für die Prävention von Wegeunfällen sowie in der Ladungs- und Transportsicherheit. Von Herbst 2012 bis Sommer 2013 hatten sie erstmals den Wettbewerb „Unterwegs- aber sicher!“ ausgeschrieben.

Weitere Informationen sowie Bildmaterial rund um den Wettbewerb und seine Gewinner gibt es unter www.vdsi-unterwegs-aber-sicher.de. Videointerviews mit Professor Dr. Rainer von Kiparski und Dr. Walter Eichendorf sind ab Donnerstag, 7. November 2013, hier abrufbar: www.youtube.com/user/Arbeitsschutzkanal.



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