DVR begrüßt Initiative des Bundesverkehrsministers

Bußgeldeinnahmen sollen in bundesweite Prävention und Verkehrssicherheitsmaßnahmen fließen

Bonn, 16. Mai 2006 (DVR) – Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee wird heute bei der Verkehrsministerkonferenz in Berlin einen Vorschlag für drastische Bußgelderhöhungen bei besonders gefährlichen Delikten im Straßenverkehr einbringen.
 
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat unterstützt diese Initiative nachdrücklich. „Der Ansatz, gerade ‚notorische Verkehrssünder’ und‚Wiederholungstäter’ besonders empfindlich zu treffen, ist sinnvoll“, kommentiert DVR-Präsident Professor Manfred Bandmann.

Einzelne ‚Rowdys’, die ein faires Miteinander im Straßenverkehr beeinträchtigen und Menschenleben gefährden, müssten starke Sanktionen spüren, um ein Unrechtsbewusstsein zu entwickeln und ihr Verhalten zu ändern. Dies sei im Sinne aller Verkehrsteilnehmer und besonders für schwächere Gruppen wie Kinder, ältere Menschen, Fußgänger und Radfahrer wichtig.

Zudem begrüßt der DVR-Präsident außerordentlich, dass die zusätzlichen Bußgeldeinnahmen laut Wunsch des Bundesverkehrsministers in die Unfallprävention bzw. in Verkehrssicherheitsmaßnahmen ein­fließen sollen. „Die erfolgreiche Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland wird durch ein Zusammenwirken von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ermöglicht“, so Prof. Bandmann. Der bundesweit koordinierende DVR trägt mit seinen rund 250 Mitgliedern, der engen Zusammenarbeit mit den gewerblichen Berufsgenossenschaften in der betrieblichen Unfallprävention und gemeinsam mit der regional und lokal vernetzten Deutschen Verkehrswacht, die durch unzählige ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützt wird, seit mehr als 30 Jahren dazu bei. „Die öffentlichen Haushaltsmittel sind knapp und reichen kaum für die dringend notwendige Erhaltung von Straßen und Verkehrsinfrastruktur. Insofern werden dafür, aber auch für bewährte präventive Aufklärungsmaßnahmen und bundesweite DVR-Zielgruppenprogramme, wie beispielsweise ‚Kind und Verkehr’, sowie für Maßnahmen in Bezug auf die besonders gefährdeten‚ jungen Fahrer’ dringend weitere Mittel benötigt“, erläutert Prof. Bandmann.

Ansprechpartner: Carla Bormann (Tel. 02 28/4 00 01-74)

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