Beim Autokauf nicht an der Sicherheit sparen

Berlin, 15. Januar 2009 - Angesichts der negativen Schlagzeilen zur wirtschaftlichen Entwicklung überlegen viele Autokäufer genau, wie viel Geld sie in einen Neuwagen investieren. Aus Gründen der Sicherheit empfiehlt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) jedoch, auf die Ausstattung mit Fahrerassistenzsystemen nicht zu verzichten, auch wenn dies Extrakosten bedeuten kann.

„Beim Thema Sicherheit darf trotz wirtschaftlich angespannter Zeiten nicht gespart werden“, warnt DVR-Präsident Professor Manfred Bandmann. Die deutschen Autofahrer würden angesichts der immer schlechter werdenden Wirtschaftsdaten sehr genau überlegen, wofür sie ihr Geld ausgeben. Doch wer sich jetzt für einen Neuwagen entscheidet, sollte nicht an der Sicherheit sparen. „Fahrerassistenzsysteme wie ESP, Abstandsregler, Brems- oder Spurassistenten haben ein hohes Unfallvermeidungspotenzial und sollten in keinem Neuwagen fehlen. Hier sollte nicht am falschen Ende gespart werden,“ betont Bandmann. Mit Fahrerassistenzsystemen kann man außerdem Benzinkosten reduzieren. So verringert sich der Verbrauch beim Fahren mit Abstandsregeltempomat um rund zehn Prozent. Zudem geben einige Versicherungen bei bestimmten Systemen Rabatte auf ihre Beiträge. Der Einparkassistent kann kleine, aber teure Parkrempler verhindern. Wer keine Vollkaskoversicherung besitzt, weiß das auch finanziell zu schätzen.

Befragungen von Sachverständigenorganisationen wie DEKRA haben gezeigt, dass das Sicherheitsbewusstsein der deutschen Autokäufer nicht sonderlich ausgeprägt ist. „Deshalb ist es umso wichtiger, dass der DVR das Thema Verkehrssicherheit immer wieder kommuniziert“, erläutert DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner die zentrale Aufgabe des Verbandes. „Denn nur so können wir dem Ziel der Europäischen Kommission, die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten bis 2010 zu halbieren, ein ganzes Stück näher kommen“, so Kellner weiter.
In der von der Regierungskoalition beschlossenen Abwrackprämie von 2.500 Euro für mehr als neun Jahre alte Autos sieht der DVR-Hauptgeschäftsführer „einen Anreiz für hoffentlich viele Fahrer, auf ein modernes, sicheres und verbrauchsärmeres Fahrzeug umzurüsten“.
Der DVR steht seit seiner Gründung im Jahre 1969 als gemeinnütziger Verein für eine bundesweit einheitliche und umfassende Verkehrssicherheitsarbeit. Gemeinsam mit seinen rund 230 Mitgliedsorganisationen leistet der DVR einen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.
Informationen über Fahrerassistenzsysteme und druckfähige Fotos sowie Infografiken erhalten Sie online unter www.bester-beifahrer.de.

Die Kampagne
Elektronische Fahrerassistenzsysteme (FAS) bezeichnet der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) als „beste beifahrer“. Fahrerassistenzsysteme besitzen ein unumstrittenes Sicherheitspotenzial, unterstützen den Fahrer in komplizierten Fahrsituationen und erhöhen damit den Fahrkomfort ohne den Fahrer aus der Verantwortung zu entlassen.
Da das Wissen über Fahrerassistenzsysteme in der Bevölkerung kaum vorhanden ist, hat sich der DVR zum Ziel gesetzt, Informationen über FAS zu verbreiten und Aufklärung über die bereits entwickelten Systeme zu betreiben.
Die Informationskampagne „bester beifahrer“ versteht der DVR dabei als flankierende Maßnahme zur nationalen Dachkampagne „Runter vom Gas“, die das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zusammen mit dem DVR im März 2008 startete.

DVR-NEWSLETTER



TIPPS

Wer macht was in Deutschland?
Verkehrssicherheitsprogramme, die bundesweit und für jeden zugänglich angeboten werden
verkehrssicherheitsprogramme.de