Erhöhtes Risiko für Einsteiger

Senioren sollten nicht unvorbereitet aufs E-Bike steigen

Bonn, 30. März 2017 (DVR) – In Deutschland steigt die Zahl der Radfahrer stetig an. Sei es für den Weg zur Arbeit oder aus Spaß an der Bewegung an der frischen Luft – Radfahren hält gesund und schont die Umwelt. Speziell bei der älteren Generation liegen E-Bikes im Trend. Durch die Unterstützung des Elektromotors können auch größere Entfernungen zurückgelegt werden, steile Anstiege verlieren ihren Schrecken, der Transport von Einkäufen lässt sich leichter bewältigen. Die Schattenseite: Dem positiven Rad- und Pedelectrend bei Senioren stehen hohe Unfallzahlen gegenüber. 2015 starben laut Statistischem Bundesamt 198 Radfahrer im Alter von 65 Jahren und älter auf Deutschlands Straßen.

Sicherheitsprogramm „sicher mobil“

Viele ältere Menschen, die bisher auf das Fahrrad verzichtet haben, wollen mit einem E-Bike unterwegs sein. „Einsteiger sind sich des Risikos einer erhöhten Verletzungsschwere aufgrund höherer Geschwindigkeiten nicht bewusst“, warnt Cornelia Bamberg, Referatsleiterin beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Sie empfiehlt, sich gut vorzubereiten, auf keinen Fall solle man einfach aufsteigen und losfahren. Dies gelte aber auch für die Fahrt mit herkömmlichen Fahrrädern nach längerer Fahrradabstinenz. Speziell für Senioren hat der DVR deshalb das bundesweite Programm „sicher mobil“ aufgelegt. „Dafür bilden wir qualifizierte ehrenamtliche Moderatoren aus, die in Gruppen den Austausch über das Thema fördern, Hilfestellungen im Straßenverkehr geben und kritische Radfahrsituationen mit den Teilnehmern intensiv bearbeiten“, erklärt Bamberg. Dabei würden die Teilnehmer Möglichkeiten und Lösungen entwickeln, um die eigene Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern und Gefahren zu erkennen, die auch von anderen Verkehrsteilnehmern ausgehen.

Übung macht den Meister

Wer als älterer Mensch zum ersten Mal ein E-Bike benutzt, sollte sich vorher unbedingt mit dem Rad vertraut machen. Zu Beginn ist es ratsam, nur mit geringer Motorunterstützung zu fahren. Auf einem leeren Parkplatz sollte das Bremsen, Schalten, Anfahren und Kurvenfahren geübt werden, bevor es in den Realverkehr geht. Darüber hinaus bieten auch die örtlichen Verkehrswachten und der ADFC Rad- beziehungsweise Pedelec-Kurse an.

Beratung im Fachhandel

Nicht nur für ältere Radfahrer ist der elektrische Rückenwind angenehm. Er erhöht die Einsatzmöglichkeiten und den Fahrspaß. Wie stark die Unterstützung des Antriebs ausfällt, kann individuell gewählt werden, manche Räder sind sogar mit einer elektrischen Schiebehilfe ausgestattet. Beim Kauf eines Pedelecs ist der Fachhandel die richtige Adresse. Hier wird qualifiziert beraten und die in der Folgezeit notwendige Wartung fällt etwas aufwändiger aus als bei einem „normalen“ Fahrrad. Tipps zum sicheren Fahren mit dem E-Bike gibt die Broschüre „Sicher Rad fahren mit und ohne Elektroantrieb“, die kostenlos unter www.dvr.de bestellt oder heruntergeladen werden kann.

Wer Interesse hat, sich als Gruppe zum Thema Rad/Pedelec schulen zu lassen, kann sich beim DVR unter 0228-40001-40 melden. Alle Informationen gibt es auch unter www.dvr.de/aelteremenschen, hier steht zudem eine Broschüre zum kostenlosten Download bereit.



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TIPPS

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