Besser mit Licht

Bonn, Februar 2008 (DVR) – Sehen und gesehen werden: im Straßenverkehr wird das mitunter zur Überlebensfrage. Darauf weist der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) auch während der ersten Wochen des neuen Jahres hin.

Zahlreiche Unfälle ereignen sich, weil Verkehrsteilnehmer übersehen oder zu spät erkannt werden. Dunkle Kleidung bei Fußgängern und Radfahrern und dunkle Fahrzeugfarben tragen nicht zur guten Sichtbarkeit bei. Herannahende Zweiradfahrer werden häufig in ihrer Geschwindigkeit unterschätzt. Zudem können sie leicht verdeckt werden: Mitunter genügt dazu bereits ein ungünstig platzierter Laternenpfahl oder die A-Säule des Pkw. Umso wichtiger ist es für Autofahrer, sich an Kreuzungen, Einmündungen sowie Grundstückseinfahrten und -ausfahrten zu vergewissern, ob die Bahn auch wirklich frei ist.

Auch bei gutem Wetter können wechselnde Beleuchtung und Schattenwurf, zum Beispiel von Bäumen am Straßenrand, zu gefährlichen Fehleinschätzungen führen. Autos mit eingeschaltetem Licht sind in solchen Situationen erheblich besser zu erkennen. Der Bundesverkehrsminister hat deutschen Autofahrern schon im Jahr 2005 empfohlen, tagsüber freiwillig mit Abblendlicht zu fahren. Die Polizei hat in einigen Bundesländern ihre Bediensteten angewiesen, auch tagsüber das Licht an den Streifenwagen einzuschalten. Fahrzeuge mit Tagfahrlicht werden auch bei Sonnenschein schneller wahrgenommen. Der DVR tritt für diese Maßnahme ein, mit der sich viele Unfälle verhindern ließen. Schätzungen zufolge könnten in Europa mit dem Fahrlicht am Tage über 5.000 Menschenleben gerettet werden.

Was könnte gegen das Tagfahrlicht sprechen? Vorbehalte gibt es wegen des leicht erhöhten Kraftstoffverbrauchs, den das eingeschaltete Licht verursacht, und der damit verbundenen Umweltbelastung. Eine Lösung liegt in den neu entwickelten Tagfahrleuchten mit LED-Technik. Diese benötigen weniger Energie als das Abblendlicht, außerdem werden sie nicht mit zusätzlichen Verbrauchern wie Kennzeichen- und Instrumentenbeleuchtung zusammengeschaltet. Sicherheitsbewusste Käufer von Neuwagen sollten auf dieses Ausstattungsmerkmal achten.

Ansprechpartner: Sven Rademacher, Tel. 0228/40001-72, srademacher@dvr.de



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