Mobil bis ins hohe Alter

Bonn, Juni 2008 (DVR) – Mobilität ist in unserer Gesellschaft ein hohes Gut. Mobil sein heißt Kontakte pflegen, Reisen unternehmen und neue Erfahrungen machen – kurz gesagt, selbstständig und aktiv am Leben teilnehmen können. Leider liegt es in der Natur der Dinge, dass mit zunehmendem Alter körperliche und geistige Funktionen teilweise nachlassen. Manche – vor allem Jüngere – sehen darin eine Gefahr für die Verkehrssicherheit. Zunehmendes Alter muss jedoch keineswegs mit einem hohen Unfallrisiko verknüpft sein, so der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). Obwohl der Bevölkerungsanteil der über 65-Jährigen circa 20 Prozent ausmacht, ist diese Altersgruppe nur in zehn Prozent der Unfälle verwickelt, also nur halb so oft wie der Rest der Bevölkerung. Wenn es zu einem Unfall kommt, sind die gesundheitlichen Unfallfolgen für ältere Verkehrsteilnehmer aufgrund ihrer körperlichen Konstitution jedoch schwerwiegender als für Jüngere.

Damit es soweit nicht kommt, sind viele ältere Kraftfahrer in der Lage, auftretende Leistungseinbußen auszugleichen: Sie fahren weniger, vorsichtiger und langsamer. Sie meiden Fahrten in der Dunkelheit oder bei widrigen Wetterverhältnissen. Alkohol am Steuer kommt in dieser Altersgruppe äußerst selten vor. Nicht das Alter entscheidet über die Fähigkeit zur sicheren Verkehrsteilnahme, sondern viele individuelle Faktoren. Deshalb seien pauschale Forderungen, beispielsweise nach Eignungstests ab einem bestimmten Alter, unangebracht, sagen die Verkehrsexperten des DVR.

Wichtig ist jedoch, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen: Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat bietet gemeinsam mit seinen Mitgliedern Seminare an, die sich an ältere Kraftfahrer wenden. Hier werden Probleme der Verkehrsteilnahme mit dem Pkw, mit Bahn und Bus und als Fußgänger besprochen und Erfahrungen ausgetauscht. Lohnenswert ist auch eine Teilnahme am Pkw-Sicherheitstraining.

Wer Bedenken wegen seiner körperlichen Leistungsfähigkeit oder einer Erkrankung hat, sollte sich vertrauensvoll an seinen Hausarzt wenden, der dafür sicher der beste Ansprechpartner ist. Auch in Fahrschulen können ältere Menschen eine Rückmeldung über ihr Verhalten im motorisierten Straßenverkehr erhalten. Bei allen genannten Angeboten braucht niemand zu befürchten, dass er bei schlechtem Abschneiden den Führerschein verliert. Alle Ergebnisse werden vertraulich behandelt.



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