Plakate und Aktionen gegen Ablenkung im Straßenverkehr

Schnell eine SMS schreiben, kurz das Navigationsgerät bedienen – schon vermeintlich winzige Momente der Ablenkung können im Straßenverkehr fatale Folgen haben. Um Autofahrer, Fahrradfahrer und Fußgänger für dieses Unfallrisiko zu sensibilisieren, macht die Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ deutschlandweit mit innerstädtischen Plakaten auf die Gefahren der Ablenkung aufmerksam.

Eine Sekunde Ablenkung genügt, um bei 50 km/h 14 Meter im Blindflug unterwegs zu sein. Daher fordert die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Dorothee Bär: „Aufmerksamkeit im Straßenverkehr verträgt keine Pause. Ein einziger Moment der Ablenkung kann katastrophale Folgen haben.“ Um alle Verkehrsteilnehmer für das Unfallrisiko „Ablenkung“ zu sensibilisieren, startet „Runter vom Gas“, die gemeinsame Verkehrssicherheitskampagne des BMVI und des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR), ab dem 31. Juli eine deutschlandweite Plakataktion.

„Studien zufolge wird jeder zehnte Verkehrsunfall maßgeblich durch abgelenktes Verhalten der Autofahrer verursacht. Bei rund einem Drittel der Unfälle spielt Unaufmerksamkeit eine Rolle.“, erläutert Dr. Walter Eichendorf, Präsident des DVR.

Mit der Plakatierung macht die BMVI/DVR-Kampagne „Runter vom Gas“ auf das Thema „Ablenkung im Straßenverkehr“ aufmerksam. Um die besonders gefährdeten jüngeren Menschen zu erreichen, verbreitet die Kampagne ihre Botschaft parallel in einer Kooperation mit dem Musik-Streaming-Dienst Spotify. Die zunehmende Verbreitung von Smartphones sehen Experten als eine Hauptursache für diese Entwicklung. Denn ihre Nutzung im Straßenverkehr kann das Unfallrisiko über drei Arten von Ablenkung zur gleichen Zeit erheblich erhöhen: Die Verkehrsteilnehmer sind durch Handys motorisch, visuell und mental abgelenkt. Eine repräsentative Umfrage des DVR belegt, dass lediglich die Hälfte der Autofahrer am Steuer ganz auf das Telefonieren verzichtet. 30 Prozent nutzen zumindest eine Freisprechanlage, 15 Prozent telefonieren trotz Verbots mit dem Handy am Ohr. Doch auch einfache motorische oder visuelle Ablenkungsmomente wie der Griff zur Wasserflasche oder das Aufheben eines Spielzeugs können das Fahrzeug schneller aus der Spur bringen als es den meisten Fahrern bewusst ist. Ein Fußgänger, der im Gehen SMS schreibt, ignoriert mit viermal so hoher Wahrscheinlichkeit rote Ampeln, so das Ergebnis von Verkehrsbeobachtungen. Insbesondere junge Verkehrsteilnehmer bringen sich so in Gefahr. Auch als Radfahrer sind sie durch Ablenkung besonders gefährdet, zum Beispiel durch Musikhören mit Kopfhörern.

In ihrem Redebeitrag warnte die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dorothee Bär, vor den Gefahren durch Unaufmerksamkeit und betonte: „Aufmerksamkeit im Straßenverkehr verträgt keine Pause.“ Sie präsentierte gemeinsam mit Dr. Walter Eichendorf, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, die Motive im Museum für Kommunikation in Nürnberg.

Unaufmerksamkeit spielt bei rund einem Drittel der Unfälle eine Rolle. Neben der Bedienung von Smartphones beeinträchtigt auch Musikhören die Konzentration im Straßenverkehr erheblich.

Mit Plakatmotiven für Autofahrer, Fahrradfahrer und Fußgänger verdeutlicht „Runter vom Gas“ in 40 deutschen Städten, wie stark die Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr bei Ablenkung eingeschränkt ist. Die Plakatierung erfolgt vom 31. Juli bis 10. August und wird durch Audiospots im Musik-Streaming-Dienst Spotify begleitet, um verstärkt eine jüngere Zielgruppe anzusprechen. Ab dem Spätsommer realisiert „Runter vom Gas“ in Kooperation mit den Bundesländern deutschlandweit über 20 Veranstaltungen zum Thema „Ablenkung“, um mehr Bewusstsein für dieses hohe Unfallrisiko zu schaffen und an die Verantwortung der Verkehrsteilnehmer zu appellieren.



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